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„Bio“ – gesetzlich geregelt

Der Begriff „Bio“ ist gesetzlich geschützt. Nur wenn die Anforderungen der Bio-Verordnung erfüllt sind, darf ein Lebensmittel als „Bio“ verkauft werden, egal ob es im In- oder Ausland produziert wurde. Die grundlegenden Standards des Bio-Landbaus sind in den Bio-Verordnungen  (Schweiz oder EU) detailliert geregelt. Aufbauend auf die gesetzlichen Bio-Verordnungen können privatrechtliche Richtlinien von Anbauverbänden, die strengere Anforderungen haben, dazukommen, z.B. Naturland, Bioland oder Demeter. Zwischen der EG-Öko-Verordnung („EU-Bio“) und der Bio-Verordnung des Bundes („CH-Bio“) gibt es praktisch keine Unterschiede, weshalb Import und Export von Bioprodukten zwischen Deutschland und der Schweiz problemlos möglich ist.

„Bio“ – regelmässig kontrolliert

Alle Bio-Bauern, Herstellerpartner wie auch Alnatura selbst, werden regelmässig in strengen Betriebskontrollen gemäss den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung durch sachverständige Dritte geprüft. Die Kontrollen beinhalten die kontinuierliche Untersuchung auf Spuren von Pestiziden, Schwermetallen und anderen Schadstoffen sowie die Untersuchung auf mikrobiologische Belastungen und gentechnisch bedingte Veränderungen. Neben den vorgeschriebenen jährlichen Kontrollen der Bio-Betriebe führen die Bio-Zertifizierungsstellen zusätzlich jedes Jahr ergänzende Stichprobenkontrollen durch. Dies belegt der so genannte ,Bio-Zertifizierungs-Code, der auf allen Bio-Produkten zu finden ist und folgendermassen aufgebaut ist: DE-Öko-000-Kontrollstelle (für "000" steht eine Zahl zwischen 1 und 100). Ein Verzeichnis aller Kontrollstellen gibt es unter  www.oeko-kontrollstellen.de.

Bio- bzw. Verbandssiegel auf Alnatura-Produkten

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Wo Bio draufsteht, ist immer auch Bio drin – dies regelt die EG-Öko-Verordnung. Regelmässige Kontrollen bei der Verarbeitung und bei Importen von Bio-zertifizierten Produkten sind Pflicht. Staatlich anerkannte Kontrollstellen überprüfen die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen mindestens einmal jährlich bei allen Unternehmen, die Produkte aus biologischem Landbau zur entsprechenden Vermarktung landwirtschaftlich erzeugen, sie verarbeiten oder importieren. Seit 2002 kann der Verbraucher solche Produkte am folgenden Bio-Siegel erkennen.

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Der Bioland-Verband ist der grösste deutsche Bio-Verband – und der Bioland-Anbau die am weitesten verbreitete Öko-Landwirtschaft in Deutschland. Seit seinen Anfängen in den 1930er-Jahren steht Bioland für die Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit. Dabei beruht die Wirtschaftsweise der Bioland-Bauern auf einer Kreislauf-Wirtschaft und der möglichst schonenden Weiterverarbeitung der Rohstoffe. Die sieben Bioland-Prinzipien stehen für das Ideal der Landwirtschaft der Zukunft. Lesen Sie mehr dazu auf www.bioland.de.

 

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Heilpflanzen und Mineralien zur Pflege von Mist und Kompost? Das gibt es nur im Demeter-Landbau, der auf die anthroposophische Weltanschauung Rudolf Steiners zurückgeht. Die biologisch-dynamische Landwirtschaft ist die älteste und konsequenteste Form der ökologischen Landbewirtschaftung. Der Einsatz von spezifisch wirkenden Präparaten, die die Landwirte aus Natursubstanzen (u. a. Heilpflanzen und Mineralien) selbst herstellen, und die obligatorische Viehhaltung sind die wesentlichen Unterschiede zu anderen Wirtschaftsweisen. Hier ist der Kreislaufgedanke am stärksten ausgeprägt. Mehr Informationen unter www.demeter.ch

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Nicht nur Bio-Lebensmittel tragen das Naturland-Siegel, sondern auch Öko-Textilien und Naturkosmetik. Pionier ist der zweitgrösste Bio-Anbauverband in Deutschland in der ökologischen Waldnutzung und Aquakultur. Dabei sind die Naturland-Richtlinien für Karpfen, Lachse und Forellen, für Muscheln, Shrimps und tropische Süsswasserfische wegweisend für die ökologische Aquakultur. Für Naturland und seine über 53‘000 Bauern haben Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung oberste Priorität. Lesen Sie hier mehr über Naturland: www.naturland.de

Haben Sie schon einmal von Gäa, Biopark und Ecovin gehört? Dahinter verbergen sich weitere kleine Bio-Anbauverbände, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit zum Beispiel auf den Anbau von Sonderkulturen legen. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind ausserdem: überwiegende Direktvermarktung, besondere Kompetenz in Fragen der Viehwirtschaft und die hohe Bedeutung von Erzeuger-Verbraucher-Kooperationen. Ähnlich wie Bioland oder Naturland haben diese Anbau-Organisationen ihre Richtlinien und Grundprinzipien festgehalten und wirtschaften danach. 

Die Bio-Landwirtschaft

Der Leitgedanke im Bio-Landbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur.

Folgende Merkmale zeichnen die Bio-Landwirtschaft aus:

  • Es dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel (Fungizide, Insektizide, Herbizide) verwendet werden.
  • Künstliche Dünger sind ebenfalls tabu.
  • Schädlinge werden mit Nützlingen (z.B. Marienkäfern) bekämpft.
  • Die Tierhaltung ist artgerecht und die Anzahl der Tiere pro Quadratmeter ist limitiert. Die Tiere verbringen viel Zeit im Freien und werden mit Bio-Futter ernährt.

Die Bio-Bauern tragen Ihrem Boden Sorge. Sie gestalten die Fruchtfolgen vielseitig und tragen so zu fruchtbaren Böden bei. Bio-Betriebe streben einen möglichst geschlossenen Kreislauf an (vgl. Grafik unten). Natürliche Lebensprozesse sollen in der Bio-Landwirtschaft gefördert und Nährstoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel, Kunstdünger und den vorbeugenden Einsatz von herkömmlichen Arzneimitteln werden die natürlichen Abwehrkräfte von Pflanzen und Tieren gefördert.

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Abbildung 1: Das Grundprinzip des geschlossenen Betriebskreislaufs und seine Auswirkungen

Bio-Vorteile für den Konsumenten - Weniger Rückstände, mehr Vitalstoffe

Bio-Produkte sind kein Freipass für eine gesunde, richtige Ernährung – insbesondere Bewegung und Ausgewogenheit sind wichtig. Auch Bio-Produkte können ungesund sein (beispielsweise zu fettig oder zu süss).

Das FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) konnte jedoch in Studien aufzeigen, dass  zum Beispiel Bio-Äpfel mehr Vitalstoffe als herkömmlich produzierte Äpfel aufweisen. Aufgrund des schonenden biologischen Anbaus, was z.B. den völligen Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel bedeutet, ist das Risiko geringer, Rückstände über die Nahrung aufzunehmen.

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