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Ingwer und Kurkuma

Ingwer und Kurkuma gehören beide der Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) an. Typisch für die durchaus dekorativen Stauden: ihr Rhizom – ein verdickter Wurzelstock, der unterirdisch wächst. Auch der hohe Gehalt an duftenden ätherischen Ölen eint die beiden Gewürzpflanzen, deren Ursprung man in Südostasien vermutet.

Ingwer

Schneidet man eine Ingwerknolle an, so macht sich ein frischer, beinah zitrusartiger Duft breit. Beisst man hinein, wird es scharf. Verantwortlich sind verschiedenste ätherische Öle sowie Stoffe wie Zingeron oder Gingerol. Sie alle sorgen für das charismatische Ingweraroma, ohne das die Küchen der Welt um einiges ärmer wären. Denn Ingwer ist vielseitig – ob frisch gerieben oder getrocknet als Pulver, ob in pikanten oder süssen Gerichten, ob als Teeaufguss oder Limonade.

Schätzt man das ganze Aromenspektrum, sollte man frischen Ingwer verwenden und beim Kauf nach festen Knollen mit glänzender Schale Ausschau halten. Angeschnittene Stellen am besten mit einem feuchten Tuch abdecken und die Knolle im Kühlschrank lagern.

Unschlagbar frisch ist natürlich selbst angebauter Ingwer: Einfach ein Stück in die Erde stecken und beachten, dass er es tropisch mag. Also regelmässig giessen und einen sonnigen Platz aussuchen, perfekt sind das Gewächshaus oder die Fensterbank. So hat man im Spätherbst Ingwer aus eigener Ernte.

Kurkuma

Beim Anschneiden einer Kurkumaknolle fällt vor allem eines auf: ihre intensive gelb-orange Farbe. Indischer Safran und Gelbwurz sind oft verwendete Synonyme. Dabei kann man mit Kurkuma nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich Akzente setzen. Der frische Wurzelstock hat ein würzig-erdiges Aroma mit leicht bitterer Note und ganz dezenter Schärfe. Cumarin ist der Inhaltsstoff, der für die Farbe sorgt; ätherische Öle wie Turmeron und Zingiberen geben den Geschmack, der im Übrigen auch in jeder Curry-Gewürzmischung steckt.

Die kulinarische Heimat von Kurkuma wird in der indisch-ayurvedischen Küche vermutet. So wie die der goldenen Milch, einem traditionellen Getränk der Yogis, bestehend aus heisser Milch, Kurkumapaste und weiteren Gewürzen. Überhaupt wird der Grossteil des gelben Wurzelstocks in Indien produziert – und auch verbraucht. Dabei kann man die attraktive Staude ähnlich dem Ingwer auch hierzulande anbauen. Zumindest in den Sommermonaten; kommt Frost, fühlen sich beide auf der Fensterbank wohl.

Tipp: Beim Schneiden der Kurkuma am besten Handschuhe tragen, da die Knolle stark abfärbt.

Feine Rezeptvorschläge