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Alnatura Mangroven-Initiative

Alnatura Mangroven-Initiative

Mangrovenwälder sorgen für Artenvielfalt und binden grosse Mengen an klimaschädlichem CO2. Doch weite Teile dieser wertvollen Biotope sind bereits zerstört. Die Bio-Garnelenzucht leistet einen Beitrag zum Mangrovenschutz.

Einst galt die Garnele als seltene Delikatesse. Doch Aquakulturen, also Gehege zur Aufzucht von Meerestieren an Land oder im Meer, haben dieses Krebstier innerhalb weniger Jahre zum preisgünstigen Allzeit-verfügbar-Produkt gemacht. Heute finden Verbraucher in jedem Supermarkt Garnelenprodukte. Die Kehrseite der Medaille sehen sie nicht: Antibiotika, Abwässer und Chemikalien, während der Aufzucht eingesetzt, belasten die Gewässer.

Viele Aquakulturen werden auf ehemaligen, abgeholzten Mangrovenflächen angesiedelt, so dass diese sich nicht erholen können. Mangroven sind Bäume und Sträucher an tropischen Küsten, die sich perfekt an ein Leben im Gezeitenwechsel angepasst haben. Mit ihren Stelzwurzeln sind sie ein wichtiger Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Garnelen dienen sie als Brutstätte und Kinderstube. Mangroven schützen auch die Ufer vor Hochwasser und mildern die Auswirkungen von Tsunamis. Und sie binden wesentlich mehr klimaschädliches CO2 im Boden als der Amazonasregenwald.

Garnelen (engl. "shrimps") enthalten viel Eiweiss und wenig Fett mit vielen Omega-3-Fettsäuren. Mehrere Tausend Arten weltweit sind bekannt, hiervon sind rund 350 essbar. Garnelen stammen aus Wildfang oder aus Aquakulturen, von denen weltweit erst wenige biologisch betrieben werden. Ökologische Garnelenzucht bedeutet unter anderem den Verzicht auf Antibiotika. In den Bio-Teichen werden deutlich weniger Garnelen gehalten als in konventionellen Aquakulturen. Auch erhalten die Tiere Bio-Futter. So bleiben das Ökosystem im Gleichgewicht und die Garnelen gesund – der Einsatz von Antibiotika wird nicht erforderlich.

Alnatura Bio-Garnelen aus Costa Rica

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Weltweit sind bereits rund 30 Prozent der ursprünglichen Mangrovenflächen zerstört. Ein Pilotprojekt im Westen Costa Ricas in Mittelamerika zeigt, wie Aquakulturen ökologisch und sozial verträglich aufgebaut werden können. An der Pazifikküste bewirtschaftet die Firma Ristic, langjähriger Alnatura Herstellerpartner aus Mittelfranken, eine Bio-Garnelenfarm. Wegen ihrer grossen ökologischen Bedeutung hat sich Ristic zum Ziel gesetzt, ehemalige Mangrovenflächen zu renaturieren. Alnatura unterstützt die Wiederherstellung eines Küstenabschnittes auf der Halbinsel Nicoya. Von dort stammt ein Grossteil der Alnatura Origin Garnelen. Von jeder verkauften Packung gehen 15 Cent an das Mangrovenschutzprojekt in Costa Rica. Jedes Jahr ermöglicht das finanzielle Engagement von Alnatura die Renaturierung von drei Hektar Mangrovenwäldern, im Laufe der nächsten zehn Jahre also 30 Hektar.

Alnatura Black Tiger Bio-Garnelen aus Indien

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Auch im riesigen Gangesdelta im indischen Westbengalen sind dringend Aufforstungen nötig. Hier führt vor allem der enorme Bevölkerungszuwachs zu immer grösseren Schäden an den verbliebenen Mangroven. Wie in Costa Rica engagiert sich Ristic auch in Indien mit einem ganzheitlichen Ansatz aus Mangrovenschutz, Integration der lokalen Bevölkerung und Aufbau von Bio-Aquakulturen. Projektpartner ist u. a. die indische Umweltorganisation Nature, Environment and Wildlife Society (NEWS). Sie führt gemeinsam mit Frauen der umliegenden Dörfer die Aufforstung und den Schutz der neuen Flächen durch. Seit Sommer 2016 fördert Alnatura die Aufforstung dieser Küstenregion mit 15 Cent pro verkaufter Packung Black Tiger Bio-Garnelen. Im ersten Jahr sollen hierdurch 10.000 qm Fläche renaturiert werden.

Die etwas kleineren Bio-Garnelen aus Costa Rica und die Black Tiger Bio-Garnelen aus Indien sind in den Alnatura Bio-Supermärkten der Schweiz erhältlich. Mit jedem Kauf unterstützen Alnatura Kunden die Fortführung eines sinnvollen Kreislaufs zwischen Mensch, Tier und Umwelt.